Unsere germanischen Bärenhunde

(Herdenschutz-, Haus– und Hof-, Familien–, Therapiehunde)

Was er alles sollte: Groß sein, kuschelig sein, aufpassen, die Familie beschützen, Ziegen und Alpakas vor dem Wolf beschützen, gesund sein, alt werden, freundlich sein, genügsam sein

 

Und was er alles nicht sollte: überzüchtet sein, eine geringe Lebenserwartung haben, eine geringe Beißhemmschwelle haben, Touristen oder Gäste fressen bzw. stellen, ständig Aufmerksamkeit/laufen/spielen wollen 

 

Naja, wer sich in Hunderassen etwas auskennt, der weiß, das es so etwas generell nicht gibt. So auch wir. Also haben wir uns auf die wichtigsten Kriterien gestürzt, welche der Schutz unserer Tiere  vor dem Wolf waren. Also haben wir nach Herdenschutzhunden Ausschau gehalten, welche eine hohe Beißhemmschwelle haben und nicht alles und jeden stellen, der in „unser“ Tal kommt.

Das war gar nicht so einfach, denn auch auf Herdenschutzhunde spezialisierte Hundetrainer rieten uns, dies nur mit massiv befestigtem und elektrisiertem Zaun bei uns umzusetzen. So waren wir recht desillusioniert und haben aber dann beim Stöbern im Internet den Germanischen Bärenhunden gefunden, der uns anlachte.  Da wir die Rasse nicht kannten, wurde erstmal fleißig gegoogelt und recherchiert. Und was wir da gefunden haben, lies uns wieder hoffen doch noch unseren idealen Hund zu bekommen. Eine Rückzüchtung aus einer Bernhardinerhündin und einem Hirtenhund in den 80ern:

 

Der Germanische Bärenhund ist als Lagerschutzhund deklariert, somit ist er Wächter und Behüter seines „Rudels“. In heutiger Zeit ist das seine Familie und dessen Umfeld. Der Umgang mit Kindern und Haustieren entspricht diesem angeborenen Verhalten. Er ist sehr wachsam, aber kein Kläffer. Sein Schutztrieb ist eher defensiv und zurückhaltend, wobei er die Umgebung ständig in Beobachtung hat. Im Fall einer Bedrohung reagiert er blitzschnell und angemessen.“ (http://www.baerenhunde.de/rassestandards.html)

 

Auf einer anderen Seite fanden wir Ähnliches:

 

„Obwohl der Germanische Bärenhund auf viele Menschen aufgrund seiner Größe eher abschreckend wirkt, ist er ein ausgesprochen freundlicher und gutmütiger Hund. Er ist problemlos zu erziehen und zeigt weder im Umgang mit Menschen noch im Kontakt mit anderen Tieren Aggressionen oder einen Jagdtrieb. Er ist seiner Familie treu ergeben und, obwohl er sonst eher defensiv ist, würde er sie um jeden Preis beschützen. Zudem ist er ausgesprochen kinderlieb.

Dieser gutmütige und folgsame Bärenhund ist als Familienhund sehr beliebt. Er weiß wie er 'seine Familie' vor Gefahren zu schützen hat und kann dabei sehr mutig sein. Was man bzgl. seinem Äußeren zuerst nicht unbedingt ahnt, ist sein gutes Reaktionsvermögen.“
(http://hunde.de/hund/hunderassen/437/germanischer-baerenhund.html)

Einerseits genau die Charakterzüge die wir suchten und andererseits eine neue bzw. junge noch nicht überzüchtete Rasse. Also wir los und einen Züchter gesucht, welchen wir dann auch bei Chemnitz gefunden haben. Rebecca hingefahren und unsere klasse Hündin Nuka als Welpen geholt.  Der Glücksgriff schlechthin.

Die Mama  „Nuca“

Ein paar ihrer Welpen

Unsere zwei:

Stella (stehend)

Rika (liegend)

Bert bei München

Nochmal unsere

Links Stella

Rechts Rika

Sammy im Albtal

Balou 13 Wochen alt und dann größer am Bodensee

„Zufall ist, wenn einem zufällt, was schon längst fällig ist!“

(Zitat nach Traudel Simon)

 

 

Und genau so sind wir zu unseren geliebten  germanischen  Bärenhunden  gekommen.

 

Auf der Suche nach dem idealen Hund für unseren Hof sind wir echt an unsere Grenzen gekommen.

Drei tolle Jahre mit Nuka später wollten wir Nachwuchs von ihr haben, um endlich zwei Hunde zu bekommen, welche dann gezielt auf unsere Tiere aufpassen sollten. Aber einen passenden Deckrüden bei uns zu  finden ist gar nicht so einfach, da bisher alle germanischen Bärenhundzüchter im Nordosten Deutschlands sitzen. Letztlich haben wir bei dem Verkauf einer Ziege den Hund der Käuferin gesehen. Ein Bild von einem Pyrenäen-Berghund. Da der Nachwuchs gezielt gegen die vordringenden Wölfe  bei uns eingesetzt werden sollte, fanden wir das eine gute Kombination. Also angefragt, ja er ist noch nicht kastriert, lebt mit Ziegen auf der Weide, mit Kindern im Haus und geht mit in die Stadt und ist absolut stressresistent, noch dazu stammt er aus einer Arbeitslinie aus einer Schafsherde Nähe Polen mit insgesamt neun Hunden. Also haben wir Nuka decken laseen.

Dann 1,5 Jahre später haben wir zwei absolut geniale Mädels mit unseren Tieren mitlaufen und sechs weitere Familien haben einen Familienzuwachs bekommen, den sie nie wieder hergeben würden.

Unsere Hoffnung hat sich erfüllt. Die beiden machen einen absolut super Job, sind imposant in ihrer Erscheinung, wachsam, defensiv mit einer enorm hohen Beißhemmschwelle, sind lieb zu unseren Jungtieren, offen zu Gästen und anderen Hunden, aber präsent, wenn jemand Fremdes kommt, unkompliziert in der Haltung und genügsam was Aufmerksamkeit angeht.     

Wir freuen uns auf den nächsten Wurf!