Tiere auf dem Mondhof

Da der Mondhof nicht nur als Streichelzoo mit vielen Tieren gelten will, hat er es sich zu einem seiner Ziele gemacht, fast ausschließlich Tiere zu halten, die verschiedene Nutzungs- bzw. Einsatzmöglichkeiten bieten. So sollen die Tiere auf dem Mondhof beispielsweise als Lebensmittel- und Rohstofflieferanten dienen, wobei hier aufgrund der vegetarischen Ausrichtung der Bewohner des Hofes selten ein Tier geschlachtet wird. Es wird viel eher Wert darauf gelegt, Respekt vor der Tierwelt zu vermitteln und ein harmonisches Leben im Einklang mit der Natur anzustreben.

 

Aber auch die tägliche Arbeit auf dem Hof kann sehr gut durch den Einsatz der Tiere erleichtert werden.  Und wie Tietjen (in Lange, 2007, S. 13) bemerkt, ergänzen Tiere

 

„die pädagogische Arbeit in den Einrichtungen um wertvolle artspezifische Qualitäten und sind für die Kinder Anziehungspunkte, kontinuierliche Wegbegleiter und bieten einen großen Erfahrungsraum. Um die Tiere rankt sich oft die alltägliche, strukturgebende Arbeit.“

 

Aber nicht nur der Mensch soll möglichst viel Nutzen von den Tieren haben, sondern auch die Umwelt. Deswegen ist der Mondhof bestrebt Tierrassen auszuwählen, welche entweder typisch aus der Region sind, besonders robust in ihrer Art und dadurch einfacher in der Haltung sind und bestenfalls noch eine bedrohte Tierart darstellen, welche der Mondhof wegen einer erstrebenswerten Artenvielfalt und Biodiversität zu erhalten versucht.

 

Bei unseren Nutztieren achten wir darauf nicht nur auf Leistung zu schauen, sondern auch darauf, was im Schwarzwald ursprünglich heimisch war, was in dem örtlichen Klima ohne großen Aufwand überleben kann, was robuste Eigenschaften aufweist und wenig anspruchsvoll im Unterhalt ist. Zu dem sollen es vom Wesen her eher ruhige Tiere sein, da sie viel mit Kindern in Kontakt kommen. Ein weiteres Merkmal, das für uns wichtig ist, ist, dass sie aufgrund von Verdrängungszucht auf der roten Liste der vom  Aussterben bedrohten alten Haus– und Nutztierrassen der GEH gelandet sind. Um einen weiteren Beitrag zur Biodiversität zu leisten, haben wir uns bisher für folgende für uns nützliche Tierrassen entschieden und versuchen nun Nachzucht zu betreiben. 

 

Westfälische Totleger

Schwarzwaldziege

Schwarzwälder Kaltblut

Sundheimer  Hühner

Germanischer Bärenhund/Herdenschutz